Dein Schulabschluss zum Studium
Wer sich durch die Liste mit möglichen Studiengängen klickt, weiß: Die Auswahl ist schier unendlich und es ist mit Sicherheit für jedes Interessengebiet ein passendes Studium dabei. Aber mit welchem Abschluss kann man welchen Studiengang studieren und wo ist das Studium möglich? Lies weiter und erfahre, was du mit deinem Abschluss machen kannst!
Welche Abschlüsse braucht man für ein Studium?
Das Studium an einer Universität oder (Fach-)Hochschule in Deutschland ist auf verschiedenen Wegen möglich. Besonders einfach ist die Einschreibung aber mit dem Abitur, welches nach der Abiturprüfung im Anschluss an die 12. (G8) oder 13. (G9) Klasse eines Gymnasiums verliehen wird. In diesem Beitrag erfährst du aber nicht nur, wie das Studium mit einem Abitur funktioniert. Wir werden auch über die Zulassung mit den folgenden Alternativen informieren:
- Studium mit Fachgebundener Hochschulreife,
- Studium mit Fachabi (Fachhochschulreife),
- Studium ohne Abitur.
Eine Gruppe Schülerinnen und Schüler verlässt die Schule nach geschriebener Abiturprüfung.
Studium mit Abitur
Das Abitur wird auch als allgemeine Hochschulreife bezeichnet und gilt bundesweit als höchster schulischer Abschluss. Das bedeutet, mit einem Abitur kannst du dich sowohl an Universitäten, als auch an Fachhochschulen und Dualen Hochschulen für ein Studium bewerben. Voraussetzung ist allerdings, dass dein Notenschnitt passt. Denn einige Studiengänge haben einen Numerus Clausus (NC), der die Zulassung beschränkt.
Dein Vorteil mit Abitur ist die freie Fächerwahl. Mit deinem Abschluss bist du nicht auf bestimmte Fachrichtungen beschränkt, sondern kannst dich frei nach deinen persönlichen Interessensgebieten und beruflichen Wunschvorstellungen zwischen Geistes- und Naturwissenschaften, Wirtschaft und Technik oder auch künstlerischen Studiengängen entscheiden. Diese Freiheit kann auch überfordern, deshalb bieten wir bei ProGenius praxisnahe Gynmasialabschlüsse mit verschiedenen Schwerpunkten an. So kannst du je nach Standort die Bereiche Wirtschaft, Soziales oder Pflege und Gesundheit kennenlernen und dabei erste Erfahrungen sammeln, die die Wahl des passenden Studiengangs erleichtern.
Studium mit Fachabi oder Fachhochschulreife
Der Abschluss Fachhochschulreife, auch Fachabi genannt, wird beispielsweise von Berufskollegs, Fachoberschulen oder auch Berufsoberschulen verliehen. Er setzt sowohl einen theoretischen, schulischen Teil als auch einen praktischen Anteil voraus. Je nach Bundesland und Schulform erfolgt die praktische Leistung beispielsweise in Form eines einjährigen Berufspraktikums oder einer Berufsausbildung. Der Unterschied zum gängigen Abitur ist also die stark praktische Ausrichtung. Mit Fachabi studieren kannst du an Fachhochschulen und teilweise auch an Dualen Hochschulen, nicht aber an Universitäten. Bei der Wahl des Studiengangs bist du hingegen völlig frei und nicht an deine vorherige Ausrichtung gebunden.
Eine junge Frau studiert nach ihrem Besuch des Berufskollegs mit Schwerpunktbereich Soziales nun Soziale Arbeit an einer Universität.
Studium mit Fachgebundener Hochschulreife
Die fachgebundene Hochschulreife berechtigt dich zum Studium an Universitäten und Hochschulen. Wie der Name aber verrät, bist du in deiner Fächerwahl gebunden, du kannst also nicht jeden Studiengang studieren. Mit diesem Abschluss kannst du nur bestimmte Studienrichtungen wählen, die zu deinem schulischen Schwerpunkt passen. Wenn du also an einem Berufskolleg mit sozialer Ausrichtung deine fachgebundene Hochschulreife erhalten hast, kannst du zwar soziale Studiengänge wie Soziale Arbeit an einer Universität studieren, nicht aber technische Studiengänge wie Maschinenbau. Der Unterschied zum Abitur liegt also im eingeschränkten Fächerangebot, während der Unterschied zum Fachabi in der Möglichkeit liegt, an Hochschulen und Universitäten zugelassen zu werden.
Studium ohne Abitur: Alternative Wege an die Uni
Inzwischen gibt es in Deutschland verschiedene Möglichkeiten, auch ohne Abitur ein Studium aufzunehmen. Grundlage dafür sind die Hochschulgesetze der Bundesländer, die beruflich qualifizierten Menschen alternative Zugangswege eröffnen.
- Studium mit Berufserfahrung: Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung und langjährige Berufserfahrung inklusive Fachwissen mitbringt, kann damit Zugang zu einem passenden Studiengang erhalten. Ebenso gilt: Mit einem Meistertitel oder Fachwirt erhältst du oft eine Hochschulzugangsberechtigung, die in vielen Fällen sogar dem Abitur gleichgestellt ist.
- Fernstudium ohne Abitur: Viele (private) Fernuniversitäten bieten dir die Möglichkeit, auch ganz ohne Abitur zu studieren. Probesemester und Eignungsprüfungen werden genutzt, um einschätzen zu können, ob dein Fachwissen für ein Studium ausreicht.
- Schulabschlüsse nachholen: Zudem ist es in Deutschland möglich, jeden Schulabschluss zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Volkshochschulen oder Abendgymnasien bieten Abiturvorbereitungen an, die dir den Zugang zu deinem Traumstudium in einer späteren Lebensphase ermöglichen.
In Deutschland ist es möglich, Schulabschlüsse nachzuholen und ein Studium zu einem späteren Zeitpunkt zu beginnen.
Regionale Besonderheiten kennen
In Deutschland gilt: Bildung ist Ländersache. Das bedeutet auch, Regelungen zum Studium können sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Wichtige Details zeigen wir dir hier im Überblick.
- Fachhochschulreife: Während in einigen Bundesländern wie Hessen oder Hamburg der schulische Teil allein reicht, muss in anderen Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg zusätzlich ein Praktikum oder eine abgeschlossene Berufsausbildung nachgewiesen werden. Sonst gilt der Abschluss als nicht vollständig.
- Fachgebundene Hochschulreife: Welche Studienfächer an Universitäten für Absolventinnen und Absolventen mit fachgebundener Hochschulreife zugelassen sind, hängt vom Bundesland und oft auch von der Hochschule selbst ab.
- Studium ohne Abitur: Jedes Bundesland hat eigene Regelungen für beruflich Qualifizierte. Die Dauer der Berufserfahrung, notwendige Eignungsprüfungen oder ein etwaiges Probestudium werden individuell festgelegt.
- Terminologie: Je nach Bundesland haben die gleichen Institutionen unterschiedliche Begriffe, was für Studieninteressierte verwirrend sein kann. Fachhochschule oder Hochschule für angewandte Wissenschaften und Berufskolleg und Fachoberschule sind nur einige Beispiele dafür, wie konfus die Begriffslage ist.
Verschiedene Wege führen ans Ziel: Unser Fazit
Ob Abitur, Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife: Für ein Studium gibt es in Deutschland zum Glück nicht nur einen Weg. Du kannst dich also in Ruhe auf deinen gewählten Abschluss konzentrieren und im Anschluss das passende Studium finden. Auch wer sich zunächst für eine Ausbildung entscheidet, kann später über alternative Zugangswege an eine Hochschule gelangen. Gerade weil sich die Regelungen zwischen den einzelnen Bundesländern unterschieden, ist es aber wichtig, regionale Besonderheiten zu kennen und sich frühzeitig zu informieren. So stellst du sicher, dass du auch wirklich zu deinem Wunschstudiengang zugelassen wirst.
Die gute Nachricht: An den ProGenius Private Beruflichen Schulen wirst du in verschiedenen Schulformen optimal auf deinen Abschluss vorbereitet und erhältst bereits während deiner Schulzeit Einblicke in die Berufswelt. So lernst du bereits früh, deine eigenen Stärken und beruflichen Interessen kennen, was dir die Wahl des passenden Studienfachs erleichtert.